19.08.15

Richtfest am „Sehnsuchtsort“ der Apoldaer Sportler gefeiert

 

Apolda. Der Kreis als künftiger Schulträger in Apolda kann sich freuen. Schulsport nämlich wird in der modernen Dreifelder­halle, an der gestern Richtfest gefeiert wurde, natürlich auch stattfinden. Dafür wird sich der Kreis, der schon beim Bau eine Million Euro zuschießt, einmieten. Und an die Stadt zahlen. Denn dass die Stadt das am Ende gut 6 Millionen Euro teure Herzstück des Sportkomplexes Adolf-Aber-Straße im Zuge des Wechsel der Schulträgerschaft hergibt, gilt als ausgeschlossen, wartet Apoldas Sportwelt doch seit zwei Jahrzehnten darauf.

Dienstag jedenfalls feierte man nach Spatenstich und Grundsteinlegung den dritten Akt der Erfolgsgeschichte: das Richtfest.

Die Doppelleimholzbinder mit je 42 Meter Spannweite und 15 Tonnen Gewicht sind verankert. Die Dichtigkeitsprüfung hat das Dach nach dem Starkregen gut überstanden. Voraussichtlich Ende März nächsten Jahres soll der Bau fertig sein, der vierte Akt mit der Einweihung ge­geben werden.

Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWW) und Dachdecker Fred Stargard erklommen jetzt aber erst mal die künftige Tribüne. Ein recht langer Richtspruch wurde stakkatoartig vorgetragen, die Handwerkskunst gelobt, die Moneten der Bauherrin Stadt Apolda obendrein. Zudem leerte der Dachdecker das Weinglas mehrfach sehr zügig, sodass „Mundschenk“ Eisenbrand kaum hinterherkam.

Das Stadtoberhaupt nannte Fakten zur Schulsporthalle, für deren Bau Land, Kreis und Stadt Geld bereitstellen. Auf einer Bruttofläche von 2900 Quadratmetern entsteht eine Sporthallenfläche von 27 mal 45 Meter. Es wird sechs Umkleidekabinen samt Sanitäreinrichtungen, dazu drei Geräteräume sowie 570 Sitz- und nochmals genauso viele Stehplätze geben.

Aber nicht nur für den Schulsport, sondern auch für den Vereinssport steht die Halle bereit, die sich „organisch“ ins Gelände einpassen soll. Weil eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach eher stören würde, verzichtet die Stadt darauf. Vielmehr werde soll die Dachfläche begrünt werden. Obendrein habe eine Kosten-Nutzen-Analyse ergeben, dass sich solch eine Anlage nicht lohne, hieß es bei der Stadt.

Dass Apolda dank der vielen Investitionen eine wahre Blütezeit erlebt und mit dem Richtfest eine Fortsetzung findet, betonte der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Mike Mohring. Immerhin rund 45 Millionen Euro werden am Ende bis zur Landesgartenschau in die Stadt geflossen sein, inklusive Dreifelderhalle.

Mohring, der zugleich Präsident des HSV Apolda ist, sprach gar von einem „Sehnsuchtsort der Sportler“. Es sei gut, wenn Politikerversprechen zeitlich so umgesetzt würden, dass jene, die dieses einst vernahmten, auch bei der Einlösung dabei seien. Dass „sein“ HSV die Rückrunde bereits im neuen Domizil bewältigen kann, darauf hofft er.

Dirk Lorenz-Bauer / 19.08.15 / TA