26.03.14

Schienenpersonennahverkehr sichert verbesserte Anbindung des Weimarer Landes an den Fernverkehr

 

ÖPNV Verknüpfungspunkt im Mittelzentrum Apolda

Mit der Inbetriebnahme des ICE-Knoten in Erfurt werden die Thüringer Taktknoten optimiert und Verbesserungen zur Anbindung im Weimarer Land erreicht. Wie CDU-Landtagsfraktionschef Mike Mohring informierte, werden durch die stündliche Begegnung der Expresszüge am Bahnhof Apolda die Voraussetzungen zur Schaffung eines Taktknotens zwischen Bahn und Bus geschaffen.

Mit Unterstützung des Freistaates Thüringen wird in Apolda gegenwärtig ein ÖPNV-Verknüpfungspunkt eingerichtet. Durch den ÖPNV-Verknüpfungspunkt im Mittelzentrum Apolda wird die überregionale Verkehrsfunktion sichergestellt. Mit der Kabinettsentscheidung ist die Ausfinanzierung der Maßnahme gesichert und eine bessere Anbindung der Apoldaer Bahnreisenden garantiert.

Nach dem Nahverkehrsplan soll die DB-Station & Service AG spätestens bis 2017 den vollständigen barrierefreien Ausbau auf den Bahnhöfen in Apolda und Bad Sulza umsetzen. Die Verbesserung der Barrierefreiheit dient nicht zuletzt auch der Zielstellung „Mobilität für Alle“ sagte Mohring.

Gesichert ist mit dem Nahverkehrsplan auch die Fahrstrecke Weimar-Kranichfeld. Obwohl die Bahnstrecke zu den sogenannten „Schwachlaststrecken“ gehört und bei einer Querschnittsbelastung von unter 500 Fahrgästen je Werktag die Entscheidung über die Aufrechterhaltung der Strecken anstand, wird der 60-minuten Takt der Linie aufrechterhalten. Zur Erschließung des Ilmtal und des dort vorzüglich ausgebauten Radwegenetzes der Region ist diese Strecke von besonderer verkehrlicher Bedeutung für den Tourismus. Mike Mohring sagte dazu, dass durch eine bessere Koordination mit Busangeboten eine Nachfragesteigerung der Bahnstrecke erreicht werden könnte.

Bis Ende 2015 werden zudem die Expresslinien zwischen Erfurt-Leipzig und Erfurt-Halle im zwei Stunden Takt neu eingeführt. Damit wird eine noch bessere Anknüpfung an den Fernverkehr gewährleistet.

Wie schon berichtet werden mit dem Nahverkehrsplan auch die Voraussetzungen für eine zusätzliche Taktverdichtung durch den zweigleisigen Ausbau der Abschnitte Weimar-Mellingen und Mellingen-Großschwabhausen geschaffen. Diese Maßnahmen sollen bis 2016 umgesetzt werden und dann auf der Expressstrecke zwischen Erfurt-Jena in der Hauptverkehrszeit als  halbstündliche Express-Zugangebote bereitgestellt werden.