14.01.13

Neujahrsempfang der CDU: Mohring gibt Personalie bekannt

 

Christiane Schmidt-Rose soll neue Kreisbeigeordnete werden.

Kein Zweifel besteht an der Dreifelderhalle für Apolda.

Apolda. Zum Neujahrsempfang der CDU Weimarer Land am Samstag im Hotel am Schloss ließ Kreisvorsitzender Mike Mohring die Katze aus dem Sack: Christiane Schmidt-Rose soll die neue erste Kreisbeigeordnete im Weimarer Land werden.

Rund 150 Gäste hatten sich im Saal des Schlosses eingefunden, und darunter waren traditionell nicht nur Mitglieder und Sympathisanten der Partei. Mohring bemühte sich, jeden der Anwesenden mit Handschlag zu begrüßen und hatte damit sichtlich Mühe erst mit 13 Minuten Verspätung begann er seine Rede. Die war locker, entspannt und unverkrampft. Zwar war der bundes- und landespolitische Teil sehr werbelastig auf die Leistungen der CDU im Allgemeinen und des Duos Lieberknecht/Mohring im Besonderen ausgelegt, aber schließlich war es eine CDU-Veranstaltung, da kann man schlecht erwarten, dass die Leistungen des Koalitionspartners oder gar der Opposition im Mittelpunkt stehen.

So lobte er, dass das Land dank der CDU seit Jahren in Folge einen Haushalt ohne neue Schulden vorlegte. Oder dass der kommunale Finanzausgleich so geändert wurde, dass er die Gemeinden nicht über Gebühr belaste. Ach nein, die SPD kam ja doch vor. So mit dem Bonmot, dass Peer Steinbrück "ein guter Kamerad auf der sozialdemokratischen Seite" sei, weil er so guten Wahlkampf für die Bundeskanzlerin mache.

Bei den kommunalpolitischen Aufgaben nannte er den Bau der Dreifelderhalle an erster Stelle. "Nächstes Jahr ist Spatenstich, das steht so fest wie das Amen in der Kirche", sagte er. Auch in der jüngsten Klausur der Landtagsfraktion habe man sich darauf verständigt, diese Aufgabe außerhalb der normalen Sportförderung zu bewältigen. Und: Auch der Kreis werde Geld dazu geben. Darüber hätte sich das Dreigestirn Mohring, Krämer und Münchberg bereits geeinigt.

In Sachen Bildungspolitik ging Kritik an den Koalitionspartner SPD. Im Förderschulbereich laufe mit der integrativen Beschulung einigens "in die falsche Richtung". Es könne nicht sein, dass die beiden vom Kreis gut ausgebauten Förderschulzentren im laufenden Schuljahr keine erste Klasse mehr haben.

Und auch die Bad Berkaer bekamen ihr Fett weg. "Es gibt auch woanders Schulstandorte im Kreis", sagte Mohring mit aller Deutlichkeit gegen die Bestrebungen, die Regelschule so auszubauen, dass sie auch Grundschüler mit aufnehmen könne.

Als Kulminationspunkt seiner Rede hatte er sich dann die Personalie Schmidt-Rose ausgesucht. Die Landrats-Kandidatin von 2006 und langjährige Finanzausschuss-Vorsitzende sei ohnehin die einzige geeignete Bewerberin, begründete Mohring. Ohne "vorgreifen" zu wollen ließ Mohring keinen Zweifel daran, wie die Beigeordneten-Wahl im Kreistag ausgehen werde. Eine Demonstration der Macht, die man sich nur leisten kann, wenn man den Junior-Partner SPD auf Linie weiß.

Beifall gab es nicht nur für die Rede. Beifall gab es auch für den Kreisbeigeordneten Wolf-Dietrich Schäddrich, der just am Samstag seinen 66. Geburtstag feierte. Er bekam von Mohring in Anspielung auf die schon traditionellen Frotzeleien zum politischen Aschermittwoch eine riesengroße Schnecke in Marzipan. Da fiel der große Blumenstrauß der Landesvorsitzenden und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht kaum noch ins Gewicht.    


Klaus Jäger / 14.01.13 / TA