21.02.18

CDU-Fraktion fordert mehr Einsatz für die berufliche Bildung und den Mittelstand

 

Mike Mohring: Die künftige Bundesregierung wird umsetzen, wozu sich Rot-Rot-Grün in Thüringen in Sachen Handwerk außer Stande sieht

Erfurt – Thüringens CDU-Fraktionsvorsitzender Mike Mohring hat die Landesregierung aufgefordert, sich nachdrücklich für die Belange der beruflichen Bildung und des Handwerks einzusetzen. „Es fehlt an ausreichend wirksamen Anreizen für die duale Ausbildung, und die Thüringer Unternehmen haben der rot-rot-grünen Bildungspolitik erst kürzlich ein katastrophales Zeugnis ausgestellt“, sagte Mohring im Vorfeld des parlamentarischen Abends des Thüringer Handwerks am heutigen Mittwoch. Die CDU-Fraktion setzt sich unter anderem für einen umfassenden Meister-Bonus, ein vollwertiges Azubi-Ticket und die Förderung der Selbständigkeit durch die Gründung eines sogenannten Unternehmergymnasiums ein. Bei den Koalitionsverhandlungen hat der Thüringer CDU-Fraktionsvorsitzende sich erfolgreich für die Aufnahme wichtiger handwerks- und mittelstandspolitischer Forderungen eingesetzt.
Eine aktuelle Schulstudie der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz hat ergeben, dass 67 Prozent der mehr als 4000 Befragten eine stärkere finanzielle Förderung der beruflichen Bildung wünschen. „Die Bürger wissen, dass sich auf einem Ausbildungsberuf ein erfolgreiches Berufsleben gründen lässt und das deutsche Berufsausbildungssystem zu den größten Standortvorteilen des Landes gehört“, sagte Mohring. Der CDU-Fraktionsvorsitzende vermisst entsprechende Schwerpunkte in der Schul- und Bildungspolitik der Landesregierung. Alles, was die Union an Anreizen vorgeschlagen habe, werde von Rot-Rot-Grün zurückgewiesen oder halbherzig umgesetzt. Umso erfreulicher ist für den Unionspolitiker, dass es die Förderung der Meisterausbildung und der beruflichen Bildung und bürokratische Entlastungen durch sein Zutun in den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD geschafft haben. „Mit Aufstiegs-BAföG und Meisterbonus drücken wir genau die Wertschätzung für Ausbildungsberufe aus, die 82 Prozent der Befragten in Deutschland vermissen“, verweist Mohring auf ein anderes Ergebnis der Umfrage.

Er lässt keinen Zweifel daran, dass die Zurückhaltung der Linkskoalition gegenüber der beruflichen Bildung die Fundamente der Thüringer Wirtschaft gefährdet. Die Anzahl der neuen Meister sei in Mittel- und Nordthüringen in den letzten zehn Jahren um knapp ein Drittel zurückgegangen. „Das ist besorgniserregend, weil die Meister das Rückgrat der dualen Ausbildung sind“, sagte der Unionspolitiker. Abschließend forderte er die Landesregierung auf, den Interessen des Thüringer Mittelstands in der Bildungspolitik insgesamt stärker Rechnung zu tragen. „Wenn knapp 76 Prozent der Thüringer Unternehmen meinen, die Bildungspolitik entspreche nicht den Interessen der heimischen Wirtschaft würden wenigstens bei mir alle Alarmglocken schrillen“, so Mohring zu einer aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes der Wirtschaft Thüringens e.V. (VWT).


Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher