Mohring und Gottweiss für 1000-Meter-Mindestabstand zu Windrädern

„Lasten der Energiewende nicht auf dem Rücken der Menschen im Weimarer Land abladen“

„1000 Meter sind das Minimum“ – mit einem Gesetzesentwurf ihrer Fraktion wollen die örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten Mike Mohring und Thomas Gottweiss die Thüringer Bauordnung so ändern, dass darin ein entsprechender Mindestabstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung im Weimarer Land festgeschrieben wird. Das in der Landtagssitzung am Donnerstag in die Ausschüsse überwiesene Gesetz geht damit an das Maximum dessen, was der Bund seit kurzem im Rahmen einer Länderöffnungsklausel ermöglicht. „Der Schutz der Anwohner im Weimarer Land vor Immissionen muss im Mittelpunkt stehen. Wir sind überzeugt: Das Vorrücken in den Nahbereich zur Wohnbebauung schadet der Akzeptanz der Windkraft“, erklärte Gottweiss.

Die CDU-Abgeordneten wiesen darauf hin, dass die Möglichkeit der Regionalen Planungsgemeinschaft, individuell Mindestabstände auch von mehr als 1000 Metern festzulegen, ausdrücklich erhalten bleibt. „Diese zusätzlichen Vorsorgeabstände können und sollen im Regionalplan auch weiterhin festgeschrieben werden“, machte Mohring deutlich. „Der Umgang mit der Windenergie ist eine Zukunftsfrage für das Weimarer Land. Wir verfolgen deshalb ein Gesamtkonzept mit Initiativen zu Mindestabständen zur Wohnbebauung, dem Verbot von Windrädern im Wald und Repowering überall dort, wo es sinnvoll ist“, so Mohring.