Wohnungsgesellschaft unterstützt Kinderklinik Apolda und Krebsgesellschaft
Scheckuebergabe Krebsforschung Jena 22 12 2020

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

Eine Premiere fand unlängst im Robert-Koch-Krankenhaus Apolda statt. Mit 2500 Euro unterstützt die Wohnungsgesellschaft Apolda (WGA) erstmals den Förderverein der Kinderklinik. Den symbolischen Scheck nahmen Chefarzt Marian Eulitz und Vereinsvorsitzender Jürgen Philipp aus den Händen von WGA-Geschäftsführer Sören Rost entgegen.

Damit nicht genug, ergänzt die kommunale Wohnungsgesellschaft jetzt ihr vielseitiges lokales Engagement – so hilft man unter anderem Sportvereinen in Apolda, der Tierauffangstation von Hundevater Harald Lisker, der Apoldaer Tafel sowie bei der Ausstattung der Werner-Seelenbinder-Schule Apolda mit Laptops – um die Unterstützung eines Projektes, das auch Bürgern im Weimarer Land zu Gute kommen kann.

So konnten WGA-Geschäftsführer Sören Rost, WGA-Aufsichtsratsvorsitzender und Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (parteilos) sowie Mike Mohring (CDU) jüngst einen symbolischen Scheck über 2500 Euro an Andreas Hochhaus überreichen. Der Chef der Klinik für Innere Medizin II, Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie an der Universitätsklinik Jena, sagte, dass die ärztliche Nachwuchsförderung zwar zu einem Großteil aus öffentlichen Mitteln gefördert werde, man aber für Labor- beziehungsweise Verbrauchsmaterialien solche Spenden wie die der Wohnungsgesellschaft Apolda gut gebrauchen könne. Ziel der Forschungen sei es unter anderem, die Blutkrebsbekämpfung noch spezifischer auf den einzelnen Patienten abzustimmen, um so jedem einzelnen Betroffenen noch besser helfen zu können, erklärte Hochhaus.

Krebspatienten haben einen sehr hohen Beratungsbedarf

Hochhaus ist unter anderem auch Vorsitzender der Thüringischen Krebsgesellschaft, weshalb er und Geschäftsführerin Astrid Heßmer die Gäste im Anschluss an der Scheckübergabe über die Arbeit dieses thüringenweit aktiven Vereins informierten. Dass Krebspatienten einen sehr hohen Informations- und Beratungsbedarf haben, darauf verwies Astrid Heßmer. So betreibe die Thüringer Krebsgesellschaft Beratungsstellen in Jena, Weimar, Neustadt an der Orla, Eisenach und Arnstadt. Der Verein sei dabei ausschließlich auf Spendenmittel angewiesen, sagte Astrid Heßmer. Ein Ziel sei es unter anderem, die Beratungen auszuweiten, um so noch mehr Betroffenen Hilfsangebote zugänglich zu machen.

Der Landtagsabgeordnete Mike Mohring verwies in diesem Zusammenhang erfreut darauf hin, dass es fürs Jahr 2021 erstmals gelungen sei, Fördergeld für die Beratung zum Thema Krebs (40.000 Euro) sowie für die Krebs-Prävention (50.000 Euro) in den Thüringer Landeshaushalt einzustellen.

Im Vorfeld hätten Hochhaus beziehungsweise die Thüringische Krebsgesellschaft auf fachlicher und er auf landespolitischer Ebene vielfach dafür argumentiert, so Mohring. Dass diese Fördergelder auch für die kommenden Jahre institutionalisiert werden, sprich regelmäßig in nachfolgenden Landeshaushalten eingestellt werden, dessen ist sich Mohring sicher.

TA, Dirk Lorenz-Bauer 22.12.2020